Tom Quaas ohne Worte
Der sprachgewandte Regisseur und
Schauspieler erfüllt sich einen Traum.
Tom Quaas wählt die wohl textlastigste Tragödie aller Zeiten und wagt ein Experiment.
"Faust ohne Worte - faust sans parole"
Pantomime, Clownerie, Tanz und Gesang werden kunstvoll auf einer Bühne vereint. Aufwendig in Dunkelheit gesetzt, erlebt der Zuschauer hier eine Welt aus Licht, Bewegung und Musik. Quaas holt sich die Akteure aus ganz Europa. Es entsteht eine Koproduktion aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Die Idee entstand, als Tom Quaas 2 Jahre an dem weltberühmten Centre National des Arts du Cirque (CNAC), dem Zentrum für nationale Zirkuskunst in Frankreich, lernte. Daher sind die französischen Einflüsse in den verschiedensten Formen zu spüren.
In Frankreich gibts es eine lange Tradition des Clownstheaters. Clowns nehmen ernste Stoffe und setzen sie clownesk um. Das können Situationen, Tagesabläufe oder eben sogar ernste Stücke sein. Wobei letzteres bei "Faust ohne Worte" ohne Zweifel der Fall ist. Faust als ernsten Stoff zu nehmen und ihn von Pantomimen, Clowns, Tänzern und Sängern spielen zu lassen, ist für deutsche Sehgewohnheiten sicher etwas sehr Neues.
Im Studium an der CNAC faszinierte Tom Quaas die Arbeit mit der neutralen Maske (Lecoq ist der Erfinder der neutralen Maske im Bezug auf das Clownsspiel). Grundvoraussetzung hierfür ist es, sich körperlich als auch gefühlsmäßig zu "neutralisieren", was schwer, aber der Beginn für jede Art von Darstellung auf der Bühne ist. Unter zu Hilfenahme von sogenannten Ausdrucksmasken können dann Charaktere entwickelt, alle Figuren der Comedia de l´arte aus dieser Basis erarbeitet werden und man begibt sich auf die Suche nach seinem ganz eigenen Clown, der jedem innewohnt und der doch so schwer zu finden ist. Erfahrene Clowns sprechen von mindestens einer Zeit von 10 Jahren Bühnenpraxis als Clown, ehe man ihn gefunden haben könnte.



